Ein sauberer, sachlicher und engagiert geführter Wahlkampf sei der Schlüssel zu diesem Erfolg gewesen. So bedankte sich Thunig bei den tüchtigen Helfern für die gemeinsam erbrachte Leistung. «Freilich erwächst den Freien Wählern nun eine ganz neue Verpflichtung in der Stadtratsarbeit, zumal wir mit zwei Räten bislang keine Ausschüsse besetzen konnten.» Überdies gehe das neu gewählte Entscheidungsgremium mit stark veränderten Mehrheitsverhältnissen in die Sitzungen des Kolbermoorer Stadtrates.
Stolz präsentierte auch Fraktionssprecher und früherer Landratskandidat Dieter Kannengießer den Sitzzuwachs auf Kreisebene mit nun neun Vertretern entgegen sechs in der letzten Amtsperiode: «Dies ist das beste Ergebnis seit Bestehen der freien, unabhängigen Wählergemeinschaften und gibt Mut für die Zukunft.»
Nachdem Revisor Claus Hardt dem Kassier Michael Kannengießer eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt und dessen Entlastung beantragt hatte, wandte er sich leidenschaftlich fordernd an die vier Mandatsträger der Freien Wähler: «Die Verdoppelung der Sitze im Stadtrat ist eine Verpflichtung für eure Arbeit von unten nach oben. Als drittstärkste Kraft sind die FW kein Anhängsel, kein verlängerter Arm von politischen Parteien oder keine Steigbügelhalter für karrieregeile Personen, aber auch keine Marionetten des Bürgermeisters. Mit dieser Unabhängigkeit müsst ihr nun wuchern und nach echtem Wissen und bestem Gewissen entscheiden.
Dass der Verein der Freien Wähler basisdemokratisch agiert, belegte er anschließend bei der Behandlung eines gravierenden Problems zwischen einem Mitglied und der Stadtverwaltung. Nach erster Anhörung wurde zugesagt, in dieser Angelegenheit weiter zu vermitteln und eine objektive Klärung herbei zu führen.