Kolbermoor/Pullach
- Mit einer «hoch motivierten und dynamischen Mannschaft» an seiner
Seite, die sich mit ihm «aktiv für die Belange der Kolbermooorer
Bürger einzusetzen bereit ist», startete Alfred Thunig mit seiner
Partei in
den Wahlkampf. Der
Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler (FW) Kolbermoor skizzierte
im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Feuerwehrhaus Pullach seine
künftigen Ziele für die Mangfallstadt. Ein Großteil der
FW-Stadtratskandidaten stellte sich vor und auch FW-Landratskandidat
Dieter Kannengießer umriss seine Pläne für den Rosenheimer
Landkreis.Der ehemalige Rektor der Grundschule Rainerstraße, Claus
Hardt, freute sich darüber, dass auch Vertreter der CSU zur
FW-Auftaktveranstaltung in das Feuerwehrhaus Pullach gekommen waren.
Der Vertreter der FW-Vorstandschaft betonte, dass die FW Kolbermoor
für die Zukunft der Stadt «kreativ, modern, ehrlich, bürgernah,
kompetent, umweltbewusst und vor allem parteifrei» arbeiten möchte.
Diese Schlagwörter spiegelten sich
auch in Alfred Thunigs Zielen für seine künftige Arbeit als
möglicher Kolbermoorer Bürgermeister wider. Im Vordergrund stehe für
ihn eine sachliche und parteiunabhängige Arbeit zum Wohle aller
Kolbermoorer. Die Sicherung von Arbeitsplätzen und Schaffung von
neuen in der Stadt liege ihm ebenso am Herzen wie die Förderung von
Ferien- und Freizeitprogrammen für Kinder, Jugendliche und Familien.
Zudem möchte Thunig die Senioren
und deren großen Erfahrungsschatz besser in das gesellschaftliche
Leben integrieren und deren Potential nützen. «Wo soll heute ein
alter Mensch zu Fuß noch im Kolbermoorer Zentrum einkaufen?», fragte
der FW-Bürgermeisterkandidat in die Runde. Er kritisierte die
Ansiedlung großer Märkte am Rande der Stadt: «Wir produzieren
derzeit durch unsere Verkehrspolitik viel Verkehr, aber schaffen
keine Entlastungsmöglichkeiten.» Eine maßvolle bauliche Planung von
Verkehrsentwicklung unter Berücksichtigung des Natur- und
Umweltschutzes sei nötig.
Von Bedeutung ist nach Alfred
Thunigs Ansicht die Erfüllung von städtischen Pflichtaufgaben wie
etwa die Kinderbetreuung oder die Unterstützung von Schulen. Auch
Vereine und kulturelle Einrichtungen dürften nicht zu kurz kommen.
«Ich will der Motor für bürgernahe
Politik sein», mit diesen Worten schloss Alfred Thunig, der auf
Platz eins der FW-Stadtratskandidatenliste startet, seine
Ausführungen. Der 44-jährige Leiter der Aus- und Weiterbildung
möchte seine in der Firma Kathrein erworbenen Fähigkeiten wie
Menschenkenntnis, Organisationsfähigkeit und Ideenreichtum als
künftiger Bürgermeister für Kolbermoor einsetzen.
FW-Landratskandidat Dieter
Kannengießer nützte die Auftaktveranstaltung in Pullach, um einige
seiner Ziele für den Landkreis Rosenheim zu skizzieren. So sprach
der 50-jährige, der seit zwölf Jahren im Kolbermoorer Stadtrat sowie
im Kreistag sitzt, unter anderem die Sicherung der Grundversorgung
im Landkreis durch die Kreiskrankenhäuser, den Nachholbedarf in
Bezug auf die Kinderbetreuung und die Schaffung von entsprechenden
Rahmenbedingungen für die Jugend und Familien als Themen an.
Günther Schirmer, der vor Karin
Klar und Dieter Kannengießer auf dem zweiten FW-Listenplatz startet,
stellte die FW-Kandidaten, die teilweise persönlich anwesend waren,
vor. Dabei wurde deutlich, dass die FW Kolbermoor mit «einem gut
gemischten Team» in den Wahlkampf startet. Auf der FW-Liste sind
Kandidaten jeden Alters und jeder Berufsgruppe aus verschiedensten
Ortsteilen zu finden.
Am Sonntag, 10. Februar, 10.30 Uhr,
laden die FW zu einem kommunalpolitischen Stammtisch mit
Diskussionsmöglichkeit in das Pullacher Feuerwehrhaus ein. dli