Freie Wähler Kolbermoor zum SVK-Gelände
In der Stadtratssitzung vom 24.10.01 gab Stadtrat Dieter Kannengießer folgende Stellungnahme zum Antrag der Bürgerinitiative zur Erhaltung des SVK-Sportplatzes ab:
Perspektiven für den Vereinssport
„Die Bürgerinitiative zur Erhaltung des SVK-Sportplatzes hat mit
Schreiben vom 15.10.2001 Alternativen aufgezeigt, wie nach ihrer Ansicht
der Fußballsport zu verbessern wäre. Wenn wir uns heute für
einen Verfahrensabbruch entscheiden, müssten wir gleichzeitig für
den Vereinssport Perspektiven zu seiner Entwicklung beschließen.
Der Antrag der Bürgerinitiative über die Übernahme von Verbindlichkeiten
des SV-DJK bzw. über den Kauf der Flächen durch die Stadt muss
daher im Zusammenhang gesehen werden.
Verfahren im Stillstand
Die 27. Änderung des Flächennutzungsplanes (SVK-Gelände)
ging mit dem Stadtratsbeschluss vom 25.10.2000 mit einer denkbar knappen
Mehrheit von 11 : 10 Stimmen ins Verfahren. Um dennoch einen
weitreichenden Konsens herzustellen, wurde fast einstimmig die Änderung
des Flächennutzungsplanes unter der Voraussetzung beschlossen, dass
die tatsächliche Änderung erst dann erfolgen kann, wenn
1. der städtebauliche Vertrag über das zentrale Spinnereigelände
unter Dach und Fach ist und
2. die neuen Flächen für den Sport zur Verfügung stehen.
Weder die 1. noch die 2. Voraussetzung ist derzeit erfüllt. Dies
bedeutet, dass auch nichts weiter im Verfahren geschieht, wenn dieses nicht
abgebrochen wird.
Wenn wir das Verfahren abbrechen und trotzdem die bauleitplanerische
Behandlung in Aussicht stellen, so wie wir dies mit Stadtratsbeschluss
vom 18.03.1998 mit 21 : 2 Stimmen getan haben, ist die Tatsache der Bebauung
zum späteren Zeitpunkt die gleiche.
Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sehen
eine Überbauung des Geländes als unproblematisch an. Dagegen
stehen zahlreiche Einwände von Bürgerinnen und Bürgern die
unmittelbar am Gelände wohnen.
Infrastrukturentwicklung ernst nehmen
Die geäußerten Bedenken der Bürgerinitiative über
die Infrastrukturentwicklung nehmen wir sehr ernst. Deshalb müssen
gerade diese Bedenken Miteinander abgesprochen werden. D. h.
1. eine möglichst verträgliche Bebauung zur bestehenden Siedlung
2. eine verträgliche Einwohnerentwicklung im Zusammenhang
mit den weiteren Bebauungswünschen
3. eine vernünftige Einbringung von Freizeitflächen in diese
Überbauung.
Antrag auf Paketbeschluss
Nachdem wir heute über Perspektiven des Vereines nicht abstimmen,
beantrage ich diesen Tagesordnungspunkt abzusetzen und einen Paketbeschluss
hinsichtlich der bauleitplanerischen Behandlung des SVK-Geländes und
der Vereinsflächenentwicklung für eine der nächsten Sitzungen
zu erarbeiten. Dies hat zur Folge, dass der SV-DJK seine Vorstellungen
über die Finanzierung seiner Projekte gegenüber der Stadt offen
legt. Dies bedeutet aber auch, dass eine genaue Vorstellungen über
die Infrastruktur (Auhofgelände oder Friedhofsgelände bzw. Huberberg)
zur Stadtentwicklung beschlossen wird.“
Der Antrag fand leider nur eine Unterstützung von 9 Stimmen und
wurde daher abgelehnt.
Günter Schirmer
FW-Pressesprecher