Bürgerzeitung 08/2000
Freie Wähler wollten Fußgängerbereich an der Ecke Rosenheimer-/Rainerstraße
Aufgrund eines Antrages des
Elternbeirates der Grundschule Rainerstraße, der von den Eltern,
den Leitungen der Kindergärten und Schulen unterstützt
wurde, wurde das Thema Sperrung der Ecke Rosenheimer/Rainerstraße
dem Stadtrat zur Behandlung vorgelegt. In der Stadtratssitzung am 05. Juli
gab FW-Stadtrat Dieter Kannengießer folgenden Antrag bzw. Beschlußvorschlag
hierzu zu ab:
Bisherige Verkehrsregelung
fehlgeschlagen
„Nachdem der bisherige Versuch,
diesen Straßenabschnitt mit zeitlich begrenzter Verkehrsregelung
durch Verkehrsschilder zu sperren fehlgeschlagen ist, sind neue Überlegungen
anzustellen. Die Polizeidirektion Bad Aibling hat in ihrem Schreiben vom
Dez. 1999 diese Maßnahme als verfehlt angesehen und dringend die
gesamte Sperrung in einen Fußgängerbereich empfohlen. Dieser
polizeilichen Empfehlung nachzukommen sollte heute unsere Aufgabe sein.
Auch wenn immer noch andere Meinungen herrschen, erscheint es sinnvoll,
diesen fachlichen Empfehlungen nachzukommen.
Weitere
Gestaltungsmöglichkeiten
Neben dem Planungsvorschlag
des Stadtplaners Immich (Wendekehre) oder der Überlegungen der Stadtverwaltung,
könnte auch geprüft werden, ob eine Verlängerung der bestehenden
Einbahnregelung von der Brückenstraße bis Ecke Försterstraße
in Betracht zu ziehen ist. Durch die Anlegung der Parkstreifen in diesem
Bereich ist eine zweispurige Nutzung ohnehin sehr eingeschränkt. Dadurch
würden sich weitere Gestaltungsmöglichkeiten bei der Ecke Rainerstraße/Rosenheimer
Straße eröffnen.
Durch die Anlegung der neuen
Parkplätze hinter der Maxstraße und am Bahnhof wurde die Möglichkeit
geschaffen, diesen zentralen Innenstadtbereich in ca. 2-minütiger
Fußläufigkeit zu erreichen. Dies ist in etwa vergleichbar mit
der Situation, wenn heute jemand im Gewerbepark beim Aldi parkt und einen
weiteren Einkauf beim Adler erledigt.
Eine zeitlich begrentze
Vollsperrung, wie sie im Hauptausschuß angeklungen ist, wäre
von der Handhabung her vermutlich nur umständlich zu lösen. Die
fachliche und verkehrtechnisch mögliche Umgestaltung sollten wir der
Verwaltung überlassen. Wir selbst sollten den Rahmenbeschluß
für die Vollsperrung fassen. Daher bitte ich über folgenden
Beschlußvorschlag abstimmen zu lassen.
Zeitlich
unbegrenzte Vollsperrung empfohlen
Der Stadtrat empfiehlt eine
Vollsperrung des Straßenabschnittes Rosenheimer Straße/Rainerstraße.
Die Verwaltung wird beauftragt eine verkehrsrechtliche Umgestaltung zu
schaffen, die es zulässt, dass
· die Anfahrt zum
Kirchenbesuch für Schwerbehinderte gewährleistet ist,
· die Anfahrt für
Ver- und entsorgungsfahrzeuge gewährleistet ist,
· die Anlieger (ggf.
mit Parkausweisen) geeignet zufahren können
· die Nutzer der
Märkte in geeigneter Weise zufahren können.
Sollten die verkehrsrechtlichen
Anordnungen oder Umgestaltungsmaßnahmen wesentliche Kosten verursachen,
ist der Umgestaltungsvorschlag erneut dem Stadtrat zur Beschlußfassung
vorzulegen.“
FW-Vorschlag
von SPD und Grünen Liste unterstützt
Der Beschlußvorschlag
wurde von den anwesenden Stadträten der SPD (ohne dessen Fraktionsvorsitzenden)
und der Grünen Liste unterstützt. Trotzdem konnte fand der Beschlußvorschlag
keine Mehrheit und wurde mit 8 : 14 Stimmen abgelehnt. Beschlossen wurde
dagegen eine zeitlich begrenzte Sperrung von Montag bis Freitag von 7.00
bis 14.00 Uhr, die voraussichtlich die gleichen oder mehr Probleme mit
sich bringen wird, als die bisherige „Schilderwald-Lösung“.
FW-Pressereferent: Günter
Schirmer